Drachenländer Volleys – der Underdog der Regionalliga

Die Saison 2021/22 – Eigentlich sollte dieser Abschlussbericht „Am Ende kackt die Ente“ heißen – um Sportmoderator Frank Buschmann zu zitieren. Warum? Lest selbst.

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Als wir Ende Oktober 2021, nach gut einem Jahr ohne Wettkampf, in die neue Spielzeit starteten waren alle top motiviert, die Mannschaften gegen die wir in der Vorrunde Punkte holen müssen gescoutet und die Ziele klar definiert. Mission: Klassenerhalt. Nachdem wir im ersten Spiel gegen die SG Langenfeld vor knapp hundert Zuschauer:innen die ersten drei Punkte auf unser Konto verbuchten, sangen wir unter der Dusche schon Lieder vom Aufstieg. Nun ja, Bescheidenheit ist keine unserer Tugenden.

Mit dem nächsten Gegner, den Damen von PTSV Aachen standen uns dann keine Unbekannten bevor. In den vergangenen Spielzeiten hatten wir uns den ein oder anderen Fight geliefert, mal erfolgreich für die Kaiserstädterinnen, mal erfolgreich für uns. Auch in dieser Partie schien es ein echter Volleyballkrimi zu werden, der sich über fünf Sätze zog. Diesmal mit dem erfolgreicheren Ende für Aachen und zu allem Überfluss kugelte sich unsere Zuspielerin Sarah Prange im Tiebreak den Daumen aus, wodurch sie nicht nur für den Rest dieser Begegnung, sondern bis Ende des Jahres spielunfähig war.

Doch Sarah war nur der Anfang unseres Verletzungspechs. Es folgte Lone Winter, die sich einen knöchernen Kapselabriss im Finger zuzog, Laura Schwarz mit offenem Bruch (im Spiel gegen Düsseldorf) am kleinen Finger und Melina Fischer mit Gehirnerschütterung, um nur die dramatischen Fälle zu nennen und von Coronainfektionen ganz zu schweigen. Hinzu kam, dass unsere letzte verbliebene Mittelblockerin Verena Richter verkündete, dass sie erfreulicher Weise Nachwuchs erwartet und damit auch zum Jahreswechsel die Volleyballschuhe vorerst an den Nagel hängen muss. Wer jetzt aufgepasst hat merkt, Mittelblock und Zuspiel waren zeitweise nicht ganz optimal besetzt.

Trotz der Flexibilität einiger Spielerinnen, die positionsfremd einspringen mussten und Aushilfe durch Damen 2 konnten wir einfach nicht die nötige Leistung abrufen und verpassten die Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Nun wurden die Karten neu gemischt. Was uns erwartete waren weite Auswärtsfahren und bislang unbekannte Teams, nur den TuS Herten kannten wir aus unserer ersten Saison in der Regionalliga. Gerade genannten empfingen wir auch direkt im ersten (emotional geladenen) Heimspiel und kassierten eine 0:3 Klatsche. Es folgten einige (kurzfristig) abgesagte Spieltage, was prophezeite, dass sich die Saison wohl über die reguläre Spielzeit hinaus in den Mai ziehen würde. Man könnte meinen, demotiviert von den Niederlagen und Verletzungen der vergangenen Monate und der aussichtslosen Position als Tabellenschlusslicht, wäre die Luft eh schon raus gewesen und die Saison quasi gelaufen. Doch was nun folgte war eine Aufholjagd, wie sie im Buche steht.

Wir besiegten Bielefeld, gleich zwei Mal, gewannen als Underdog gegen Herten, mussten uns gegen Gladbecks Jugendspielerinnen knapp 2:3 geschlagen geben und gegen Lüdinghausen mit einem langen Atem beweisen, dass wir auch Tiebreaks gewinnen können. Nachdem dann gefühlt jede Mannschaft schon Ihre Saison beendet hatte, außer uns, die bis dato auf dem vorletzten Tabellenplatz herumlungerten, besagte die Hochrechnung folgendes: drei Spiele, drei Siege, Schützenhilfe von Düsseldorf und der Klassenerhalt ist uns sicher – aber bloß kein Druck!

Doch wir hatten die Rechnung ohne Gladbeck gemacht, die noch eine Partie gegen den DSC ausstehen hatten. In der Berechnung unseres Best Cases hatte Düsseldorf das Spiel natürlich ohne Punktverlust gewonnen. Aber leider ging das Spiel mit 3:2 an Gladbeck, wonach wir an einem Donnerstagabend kurz nach 22 Uhr dann offiziell abgestiegen waren. Denn rein rechnerisch konnten wir jetzt nicht mehr von den vier (!) direkten Abstiegsplätzen hochrücken. Hinzu kam, dass wir zwar noch einen 3:0 Sieg vor heimischem Publikum einfahren konnten, doch die letzten beiden Partien jeweils 1:3 verloren geben mussten.

Kurz um, uns fehlen letztlich zum Saisonende die nötigen Punkte für den Klassenerhalt in der Regionalliga und wenn kein Wunder geschieht und wir nicht am grünen Tisch die Klasse halten können, gehen die Drachenländer Volleys nächste Saison in der Oberliga an den Start. Doch das liegt noch einige Monate entfernt, jetzt geht’s erst mal in die Sommerpause, in den Sand, während im  Hintergrund schon die Vorbereitungen laufen und Pläne geschmiedet werden. So oder so, ihr werdet von uns hören. In diesem Sinne, auf alles was schön ist, auf uns!

U18 II sichert Meisterschaft

Im Seelscheider Hexenkessel durfte unser U18-Team am Samstag in der Bezirksliga gegen den Tabellenzweiten TSV Seelscheid und den Tabellendritten TV Refrath antreten. Als Tabellenführer gingen die Wachtberger Mädchen als Favoritinnen in die Partien, aber der Druck war hoch und zu verlieren gab es nicht weniger als die Meisterschaft! Zumindest ein Sieg musste her.

Die Gegner aus Seelscheid waren nach ihrem 0:2 Verlust im Hinspiel besonders heiß auf eine Revanche im Rückspiel. Trotzdem konnten die Wachtbergerinnen mit starker Annahme und guten Aufschlägen souverän mit 1:0 (25:12) in Führung gehen. Nach starkem Start in den zweiten Satz und einem Spielstand von 24:19 zu unseren Gunsten kippte das Spiel urplötzlich. Die Seelscheiderinnen brachten unsere Annahme mit langen, platzierten Risikoaufschlägen aus dem Konzept und spielten sich selbst in einen Rausch. Nachdem wir 6 Matchbälle vergeben haben, mussten wir uns schließlich 1:2 (25:12; 25:27; 12:15) bei lauter Kulisse dem starken Comeback geschlagen geben. Eine Enttäuschung und wichtige Erfahrung für die Mädchen zugleich.

Die Enttäuschung schnell verarbeitet, musste im nächsten Spiel gegen den TV Refrath wieder alles gezeigt werden, um die Meisterschaft doch noch zu sichern. Mit einer souveränen Leistung konnten sich die Mädchen deutlich mit 2:0 (25:13; 25:17) durchsetzen und die Meisterschaft sichern. Ein toller Erfolg, bei dem auch die knappe Niederlage gegen Seelscheid zu verkraften ist.

Nun geht es mit voller Motivation in die Saisonvorbereitung, damit auch in der nächsten Saison die Erfolge nicht ausbleiben.

69 Minuten reichen für einen klaren 3:0 Heimsieg

Im ersten von drei noch ausstehenden Nachholspielen konnten sich die Regionalliga Volleyballerinnen des SV Wachtberg schnell und deutlich mit 3:0 gegen den TPSV Bielefeld durchsetzen. In allen drei Sätzen dominierten die Drachenländer Volleys die bereits abgestiegenen Gäste und drei deutliche Sätze (25:11; 25:17; 25:14) zeigen, dass das Team weiterhin lebt und sich mit aller Macht gegen den Abstieg stemmt.

Kurz nach Beginn des ersten Satzes war bereits deutlich in welche Richtung das Spiel heute gehen würde. Beim Stand von 12:7 aus Sicht des Heimteams war die Überlegenheit bereits erkennbar. Mit starken Aufschlägen und harten Angriffen ließen die Wachtbergerinnen den TPSV Bielefeld keine Chance zur Entfaltung. So kam auch die 18 Jährige Lea Stjepanovic bei einer komfortablen 23:9 Führung zu Ihrem Debüt in der Regionalliga und holte mit Ihrem ersten Ballkontakt einen Blockpunkt – ein perfekter Einstand.

Auch in Satz zwei führten das Heimteam schnell mit 5 Punkten Vorsprung, ließ die Gäste durch deine Aufschlagserie jedoch bis zum 17:16 wieder herankommen. Nachdem die Konzentration bei einer Auszeit durch das Trainerteam Maxeiner/ Richter wieder hergestellt war folgte ein 8:1 Lauf welcher den Satz mit 25:17 beendete.

Der letzte Satz war ähnlich zu Satz eins eine klare Angelegenheit zu groß war der Leistungsunterschied beider Teams am heutigen Tag. Lea Stjepanovic konnte weitere Einsatzzeit sammeln und steuerte noch ein Aufschlagass zum Sieg bei. MVP der Partie wurde Kapitänin Eva Grab.

Die Chance auf den Nichtabstieg bleibt mit dem Sieg gewahrt auch wenn man am nächsten Donnerstag auf die Schützenhilfe des Düsseldorfer SC angewiesen ist. Nächsten Samstag geht es weiter mit dem Auswärtsspiel in Lüdinghausen, bevor die Saison beim Heimspiel am 08.05.2022 gegen den TV Gladbeck (endlich) beendet wird.

Team #U13 fährt zur WDM

Für das Qualifikationsturnier B in Lüdinghausen waren die Voraussetzungen für die U13 nicht gerade perfekt. Aus dem Kader von 9 Spielerinnen blieben 3 gesunde Mädels übrig. Der Rest musste wegen Quarantänebeschränkungen von zu Hause aus die Daumen drücken.

Also war die Mannschaftsaufstellung bei 3 Feldspielerinnen für Trainerin Lilly relativ einfach. Alle spielen immer. 😃 Und das taten sie sehr gut.

2:1 vs. TSC Münster Gievenbeck
1:2 vs. DJK Eintracht Datteln
2:0 vs. SCU Lüdinghausen

bedeuteten am Ende den zweiten Platz und damit die Qualifikation für die Westdeutsche Meisterschaft beim USC Münster in der berühmten Berg-Fidel-Halle.

Wir gratulieren. Am 14./15.5 werden die Mädels dann wieder mit dem gesamten Kader auflaufen.

Team #U18 überzeugt bei der WDM in Bochum

Zum Abschluss einer erfolgreichen Saison durfte sich unsere U18 in Bochum bei der Westdeutschen Meisterschaft beweisen.
In einer Gruppe mit den beiden späteren Finalisten @tvgladbeckvolleyball und @volleyball_bei_bw_aasee bewiesen die Mädels, dass sie verdient so weit gekommen waren und hielten gut mit.
Am zweiten Tag belohnten sie sich gegen Köln mit einem Sieg und sind damit in diesem Jahr das elftbeste Team im WVV.
Besonders in Erinnerung bleiben wird das Spiel gegen die Westdeutschen Meisterinnen aus Gladbeck, welches zwar 0:2 verloren ging, aber dennoch das vermutlich beste Spiel unseres Teams überhaupt war.
Herzlichen Glückwunsch!

U12 Rumpfteam unterwegs in Paderborn

Von 6 Spielerinnen auf 2 geschrumpft, traten Merit und Ella außer Konkurrenz beim Turnier der Bezirksmeister in Paderborn an. Und sie vertraten den Bezirk Rheinland fantastisch. Die Übrigen 4 Spielerinnen lagen mit Corona zu Hause im Bett.

vs. DJK Sümmern 1:2 (15:13, 8:15, 5:15)
vs. SCU Lüdinghausen 1:2 (15:8, 8:15, 12:15)
vs. VoR Paderborn 2:0 (15:12, 15:8)
vs. VV Schwerte 2:1 (12:15, 15:13, 15:9)

Eine tolle Leistung, die ohne Wechselspieler noch höher zu bewerten ist. 👍
Alle freuen sich auf die Westdeutsche U12 Meisterschaft am 7.05 in Schwerte. Dann aber wieder in Komplettbesetzung.